Prinz Eisenherz Nr. 1 – 91 komplett

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Carlsen Verlag

Die Hefte wurden offenbar nur in Schutzfolien aufbewahrt und – wenn überhaupt – nur ganz vorsichtig gelesen.
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Beschreibung

Prinz Eisenherz Softcover Ausgaben – Nr. 1 – 91 komplett

Prinz Eisenherz (im englischen Original Prince Valiant) ist der Name einer US-amerikanischen Comic-Serie, die von ihrem Schöpfer in den Sagenkreis um König Artus und die Ritter seiner Tafelrunde eingefügt wurde. Sie wurde ab 1937 von Hal Foster geschrieben und gezeichnet. 1971 endete Fosters Tätigkeit als Zeichner, 1980 auch seine Autorschaft. Fortgeführt wurde die Serie von Cullen Murphy als Szenarist und John Cullen Murphy als Zeichner, seit 2004 fungierten Mark Schultz als Autor und Gary Gianni als Zeichner. Wie im April 2012 bekannt wurde, hatte Gary Gianni seine Zeichenarbeit am Comic Ende März des gleichen Jahres beendet. Ihm folgte als neuer Zeichner Thomas Yeates, sein erster Strip trägt das Datum 1. April 2012 (Folge 3921). Auch Mark Schultz arbeitete als Szenarist weiter am Comic mit.[1]

Die sehr realistischen und detailgetreuen Zeichnungen Fosters hoben die Serie von vergleichbaren zeitgenössischen Werken ab. Unterstützt wird die Wirkung der Bilder durch das große Originalformat (ein typisches Einzelbild hat fast A4-Größe) und das Fehlen von Sprechblasen. Der Text wird als Untertitel eingesetzt. Die Serie wurde ursprünglich für den Abdruck in Zeitungen konzipiert. Es erschien lediglich eine Seite pro Woche, weshalb der Zeichner sehr sorgfältig und detailliert arbeiten konnte. Nach eigenen Angaben (1970) investierte Foster wöchentlich etwa 53 Stunden in die Erstellung einer einzelnen Episode.

Inhalt

Eisenherz ist ein Wikingerprinz aus Thule, einem sagenhaften Königreich im hohen Norden (im Comic in Norwegen angesiedelt). Nach Vertreibung seines Vaters Aguar durch den Verräter Sligon nach Britannien (in ein Gebiet an der Ostküste namens The Wash) kommt Eisenherz im Jahr 425 n. Chr. als Knabe an Artus‘ Hof der sagenhaften Burg Camelot. Er wird Knappe des Ritters Gawain und später Ritter der Tafelrunde. Das „Singende Schwert“ – die Klinge „Flamberg“ –, das ihm sein Rivale und späterer Freund Prinz Arn von Ord im Kampf gegen eine feindliche Übermacht überreicht, hilft ihm in vielen Kämpfen gegen SachsenHunnen und Seeräuber.

Später lernt er Aleta kennen, die Herrscherin über eine Inselgruppe in der Ägäis (die sogenannten „Nebelinseln“). Nach allerlei Irrfahrten, die an das Schicksal Odysseus‚ im homerischen Epos erinnern, finden sie zueinander und heiraten (veröffentlicht am 10. Februar 1946). Der älteste Sohn Arn („geboren“ am 31. August 1947) wird im Laufe der Zeit selbst Ritter und spielt eine wichtige Rolle, vor allem in den späten Abenteuern. 1951 erschien auf den Sonntagsseiten der Zeitungen zusätzlich ein weibliches Zwillingspärchen (Karen und Valeta) des Paares, gefolgt von zwei weiteren Söhne, Galan (1962) und Nathan (1979). Der jüngste Sohn wird aus einem Racheakt heraus von Gefolgsleuten des oströmischen Herrschers Justinian (reg. 527 bis 565) entführt und schließlich zu einem jüdischen Bauernehepaar gebracht, das dem Jungen den Namen Nathan gibt und ihn liebevoll einige Zeit aufzieht, bis er von Arn gefunden wird und zurück zu seiner Familie kommt.

Deutlich ist bei Prinz Eisenherz ein Einfluss der Zeitgeschichte zu erkennen: Der Held mit seinem ritterlichen Gerechtigkeitssinn weicht insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg einer komplizierten Beziehungs-, Liebes- und später Familiengeschichte mit Aleta, der Königin der Nebelinseln. Die Geschichte führt jetzt durch ferne Lande und hebt die weibliche(n) Rolle(n) auch als gleichwertige Lebenspartner und Kämpfer stärker hervor, die (im Falle von Aleta) Prinz Eisenherz im (Fieber-)Wahn sicher geleitet.

Die Serie führt Prinz Eisenherz durch die Epochen auf weltweite Reisen, von Wikingerfahrten in die Neue Welt, in die Weiten Russlands und die Urwälder Afrikas über Wallfahrten nach Jerusalem und durch den Orient bis hin zu Aufenthalten im – bereits vom Verfall gezeichneten – Rom, wo er unter anderem Zeuge der Ermordung des Flavius Aëtius wird, und in anderen Ländern Europas, wie Gallien, Britannien, Irland und Germanien. In der Serie immer wiederkehrende Heimat- und Bezugsorte von Prinz Eisenherz sind die von Foster der traditionellen europäischen Mythologie entlehnten Stätten Thule und Camelot sowie die – von Foster ersonnenen, von ihm im Griechischen verorteten – Nebelinseln. Neben Wüsten und Wäldern bereist der Prinz von Thule Berge, Gletscher und alle erdenklichen Landschaften.

Ein dramatischer Höhepunkt der Serie ist der Todeskampf von Prinz Eisenherz mit dem Seeräuber Ulfrun vor der Kulisse der Niagarafälle in der Neuen Welt (1946/47): Ulfrun raubt Aleta und entführt sie über das große Meer. Eisenherz folgt ihm vorbei an den Shetlandinseln, den Färöern, an Island und Grönland und erreicht neues, unbekanntes Land im Westen. An der Küste von Neufundland entlang fahren die Wikinger über den Sankt-Lorenz-Strom tief hinein nach Kanada, Fosters Geburtsland. 1.000 Jahre vor Kolumbus stellt Eisenherz seinen Gegner an den Niagarafällen und tötet ihn im Zweikampf. Eisenherz gewinnt Aleta wieder, die von ihm einen Sohn erwartet. Als erster „weißer Amerikaner“ wird Prinz Arn auf dem Boden der Neuen Welt geboren.

Carlsen Verlag

 

Zusätzliche Informationen

Gewicht 31500 g
Größe 17.5 × 24.5 cm

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